Wenn du den ATEM Mini Extreme ISO G2 (Firmware 10.2) nutzt, bist du vielleicht schon über ein nerviges Problem gestolpert: Sobald du die Arbeitsfrequenz auf einen Wert kleiner als 50p einstellst (z. B. 25p oder 24p), bleibt dein Monitor oft schwarz. Dieser ATEM Mini Extreme G2 Frequenz Bug sorgt dafür, dass das Signal laut Analyzer zwar anliegt, dein Bildschirm aber kein Bild zeigt.
Wir haben uns in die technische Analyse begeben und haben eine klare Meinung dazu.
Das Problem: Der EDID-Handshake scheitert
Die technische Ursache liegt in der Kommunikation über EDID.
Was ist EDID? EDID (Extended Display Identification Data) ist der digitale Ausweis deines Monitors. Er sagt dem ATEM beim Einstecken: „Hey, ich bin Modell XY und ich kann folgende Auflösungen und Frequenzen verarbeiten.“
Der Support von Blackmagic Design vermutet einen „EDID-Clash“. Die Theorie: Der ATEM versucht, seine interne Tabelle der unterstützten Formate zu aktualisieren, während er mit dem Monitor verbunden ist. Dabei kommt es zu einem Konflikt, wenn eine niedrigere Frequenz als die üblichen 50 Hz oder 60 Hz gewählt wird.
Das Wichtige dabei: Dieses Problem tritt bei den meisten herkömmlichen Monitoren (Standard-PC-Bildschirme, TV-Geräte) auf. Lediglich dezidierte (und meist teure) Fieldmonitore sind davon oft nicht betroffen. Warum? Diese Profi-Geräte besitzen interne Wandler, die die ankommende Bildfrequenz automatisch auf den Standard anpassen, den das Display intern zur Darstellung benötigt. Herkömmliche Monitore sind da deutlich unflexibler und steigen einfach aus.
Unsere Einschätzung: Das ist ein Bug!
Auch wenn der Support hier eher das Verhalten der Monitore als Ursache sieht, bleiben wir dabei: Dieser EDID-Abgleich im ATEM hat Fehler. Bei allen bisherigen Mischern von Blackmagic Design mit HDMI-Ausgängen hat das alles reibungslos funktioniert. Es gibt keinen schlüssigen Grund, warum ein herkömmlicher Monitor plötzlich nicht mehr mit dem Mischer kommunizieren sollte, nur weil die Frequenz niedriger ist. Daher haben wir einen Bug-Report eingereicht, um diesen ATEM Mini Extreme G2 Frequenz Bug schnellstmöglich beheben zu lassen.
Dein Workaround: So kriegst du trotzdem ein Bild
Bis Blackmagic Design nachbessert, gibt es einen einfachen Trick, wie du das Problem umgehen kannst. Du musst den Handshake bei einer stabilen Frequenz erzwingen:
Starte immer mit min. 50p: Stelle deinen ATEM in den Einstellungen zuerst auf 1080p50 ein. Fast jeder Monitor erkennt dieses Signal sofort.
Wechsle im laufenden Betrieb: Wenn das Bild da ist, änderst du die Frequenz in der ATEM Software Control auf deinen Zielwert (z. B. 1080p25).
Nicht ausschalten: Solange der ATEM läuft, „hält“ der Monitor die Verbindung meistens, auch wenn er die Frequenz eigentlich nicht mag.
Vor dem Feierabend: Bevor du das System ausschaltest, stell die Frequenz wieder auf 50p zurück und speichere diesen Zustand (Save Startup State). So hast du beim nächsten Start garantiert wieder ein Bild.
Fazit
Wenn dein Setup bei 25p schwarz bleibt, liegt das nicht an deinem Monitor oder deinem Kabel. Es ist ein Fehler im Startup-Prozess des ATEM G2 bei allen Frequenzen unter 50p. Wenn du keine teuren Fieldmonitore mit internen Wandlern einsetzt, ist unser 50p-Workaround derzeit die einzige Lösung, um stabil arbeiten zu können.
Schreib uns gerne, ob dir dieser Tipp geholfen hat – je mehr Feedback wir sammeln, desto deutlicher können wir das Problem bei Blackmagic adressieren!
