HDMI – Eingangs­empfindlich­keit am ATEM Mini

Der ATEM Mini bietet mit seinen vier HDMI-Eingängen genügend Raum für kleinere oder mittlere Livestreams und Aufzeichnungen bis zu einer Auflösung von 1080p60. Leider kommt es immer wieder vor, dass Signale nicht oder nur an einzelnen Eingängen des ATEM Mini erkannt werden. Zumeist liegt dies an den HDMI Kabeln. Siehe dazu unser Blog: HDMI-Kabel beim Betrieb mit dem ATEM Mini
Sollte sich das Problem dadurch dennoch nicht beheben lassen, kann der folgende Hinweis zur Lösung beitragen.

Eingang 1 bei kritischen Signalverbindungen verwenden

Was zuerst wie in Fehler am ATEM Mini erscheinen kann, mag vom Hersteller durchaus beabsichtigt zu sein. Der HDMI-Eingang 1 am ATEM Mini besitzt ein höhere Empfindlichkeit als die Eingänge 2-4. Das haben auch unsere Messungen ergeben. Dieser sogenannte Niedriglatenz-Eingang soll zum Beispiel bei Onlinespielen zu möglichst geringer zeitlicher Verzögerung zwischen Video Ein- und Ausgang führen. Dies führt zu einem maximalen Live-Erlebnis. Diese Funktion lässt sich aber auch für Videoquellen mit niedrigem Signalpegel nutzen. Durch die höhere Eingangsempfindlichkeit von Kanal 1, sollte dieser bei kritischen Signalpegeln den Vorrang erhalten. Ebenso sollten die längsten HDMI-Kabel (> 5m) bevorzugt auf Eingang 1 gesteckt werden.

Manchmal hilft nur ein Hard-Reset

Ein allzu „wildes“ Hin- und Her-Stecken von HDMI-Quellen zwischen den einzelnen Eingängen quittiert der ATEM Mini unserer Erfahrung nach zeitweilig mit einem besonderen Verhalten: Signale, die bereits wiedergegeben wurden, werden nach dem Umstecken oder Zurückstecken auf den vorherigen Kanal teilweise nicht mehr erkannt. Dann hilft nur noch ein Reset. ATEM Mini am BSS-Case ausschalten. Ggf. noch geraume Zeit warten bis die Kondensatoren im ATEM ihre Restspannung entladen haben (langsam auf Zehn zählen… 😉) und wieder einschalten.

SDI – der bessere Weg

Da SDI-Verbindungen keine Abstimmung vor der Signalübertragung vornehmen (das Signal wird unabhängig vom Empfänger einfach gesendet), sollten diese für kritische Signalwege die erste Wahl sein. Unser Case für den ATEM Mini mit SDI bietet gleich zwei solche Eingänge. Mit denen lassen sich übertragungssicherere Verbindungen einfach realisieren.

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